Angebote zum Thema "Kinder aus suchtbelasteten Familien"

Jonathan

Das Thema Kinder aus suchtbelasteten Familien erlangt in unserer Gesellschaft immer mehr an Bedeutung. Hilfesysteme wenden sich dem Suchtkranken zu, halten jedoch kaum Unterstützung für seine Kinder vor. Sie werden deshalb häufig auch als „die vergessenen Kinder“ bezeichnet. Aus diesem Grund werden in Thüringen weitere Angebote zu ihren Gunsten entwickelt. Das Präventionszentrum stellt dafür die prozesshafte Trägerberatung zur Verfügung. Träger und Einrichtungen werden im Sinne der Thüringer Gesundheitszielekonferenz und des Thüringer Bündnisses „Alkohol – Alles im Griff!“ beraten und begleitet.
Je nach Kommune und zu beratendem Träger gestalten sich die Ausgangspunkte, Ressourcen, Bedarfe und Hindernisse sehr individuell. Aus diesem Grund beginnt die Beratung jeweils ergebnisoffen. Die Form des letztlich zu installierenden Angebotes wird individuell mit dem Träger erarbeitet.
Das Präventionszentrum nutzt dabei unter anderem die praktischen Erfahrungen des trägereigenen Gruppenangebotes „Jonathan“. Ferner wird der Beratungsprozess durch  verschiedene Bausteine   inhaltlich umgesetzt.

Arbeitshilfe "Bordbuch"

Die Arbeitshilfe „Bordbuch“ stellt 15 ausgewählte Methoden zur Umsetzung von praktischen Angeboten mit Kindern und Jugendlichen suchtkranker Mütter und/oder Väter bereit. Im Rahmen einer eintägigen Methodenschulung werden diese erprobt und auf Umsetzungsmöglichkeiten im jeweiligen Arbeitsalltag hin besprochen. Gleichfalls fließt ein theoretischer Input zum Thema ein.
Die Schulung steht Fachkräften unterschiedlicher Professionen zur Verfügung, die mit dem Thema Sucht in Berührung kommen. Das Ziel besteht darin, Kinder aus suchtbelasteten Familien bewusst in den Blick zu nehmen und sie durch Resilienz fördernde Angebote in ihrer Entwicklung zu stärken.
Mit aktiver Teilnahme an der Schulung erhalten die Multiplikator*innen ein eigenes Bordbuch.